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Mittwoch, 28. Februar 2007

Küchengespräche

[Nummer eins]
Sommer, Frühling - auf jeden Fall ein sonniger Tag. Du nimmst eine Kassette auf und versuchst parrallel pünktlich Essen und Kinder beisammen zu haben. Ich sitze vor dem Kassettenrekorder und frage mich was "Maikäfer flieg" heißt... Mein Käfer fliege oder Maikäfer, so wie das Tier, fliege? Hm...
[Nummer zwei]
Dezember, draußen ist es kalt, Regen oder Schnee, so genau weiß ich das nicht mehr. Alles fertig zum Plätzchenbacken. Im Hintergrund ertönt "KAUF MICH!" auf random, repeat und ganz laut. Alle grölen mit. Mirko wundert sich, welche andere Familie das zu Weihnachten wohl macht.
[Nummer drei]
Ich krieche mit jugendlicher Wut aus meinem Zimmer. Du kochst. Ich entschließe mich, meine neue CD zu hören und sie dir in der Küche aufzuzwingen. Das Entsetzen auf deinem Gesicht als ich sage "das sind die ONKELZ!!!" ist nicht in Worte zu fassen. Der angewiderte Ausdruck auch nicht, als der sogenannte Gesang einsetzt.
[Nummer vier]
Ich koche. Du kommst von der Arbeit nach Hause, betrittst den Raum. "Seit wann hörstn du Rap???" fragst du mich kritisch, zweifelnd (an deiner eigenen Erziehung?) - verzweifelt. Ich sage, das ist Curse und das sei okay und cool. Am Wochenende darauf hörst du ihn beim Bügeln, hörst zu. Kommst in mein Zimmer: "das ist echt okay, vor allem wie der da was auf den anderen Rappper erwidert ist echt cool!!"
[Nummer fünf]
Fahrt nach Hause, von weit weg. Gekocht wurde heute nicht, nur ein Zwischenstop bei Mc. Die Sonne geht unter, über den Feldern neben uns. Aus dem Autoradio ertönt "Balu" und wir versinken beide in eigenen Gedanken.
Es war ein schönes Stück Weg und eine gute Reise.
[...]
Ich bin gespannt auf meine Küchengespräche...

Dienstag, 27. Februar 2007

UNREIF.

Dieser Text ist vielleicht nur für Menschen, die mich und meine Familie bzw. Storys über dieselbe kennen. Alle anderen sollen sich damit nicht langweilen und fröhlich von meinem Licht/Schatten - Tag lesen oder auf den nächsten Post warten ^^

okay, ihr, die ihr mich persönlich kennt, wisst dass ich nicht immer so arrogant bin wie jetzt gleich.
Aber mich oder meine Selbstdarstellung (auch Weblog genannt) als unreif zu beschreiben *atmet tief ein* das verlangt nach ner kurzen Zusammenfassung.
Sorry. Niemand ist zum Lesen gezwungen.
Ich...
- habe mit 18 einen eigenen Job angenommen, weit unter meinem Niveau, nur um den Flug nach Kanada selbst zu zahlen
- habe mein Abitur alleine, ohne irgendwelche Hilfen, Unterstützung und Mogeleien (außer in Reli vielleicht) in den letzten 12 Jahren gemacht.
- für das soziale Protokoll: ja, ich habe Freunde, man stelle sich das einmal vor.
- gebe Grund zum Angeben, mit Erfahrung als Rettungsschwimmer, (Chef)redakteur der Schülerzeitung und Geschäftsführerin der Schülerfirma - seit der 9. Klasse rein ehrenamtliche Arbeiten die ich nur aus ideologischen Gründen verfolgt habe. Ernsthaft.
- kann mir schon seit Kindergartenalter die Schuhe allein zubinden
- habe mit 19 in einem anderen Land, mit anderer Sprache alleine Arbeit und Wohnung gefunden und einen radikalen Strich unter die Pubertät gesetzt.
- kann mich sogar noch an einiges aus meinen Geschichts- und Deutschstunden erinnern.
- habe verschiedene Freunde und Boyfriends kommen und gehen sehen
- habe aus einigen Fehlern gelernt, andere noch nicht gemacht
- unterhielt mich immer gerne mit dir über Politik, Gesellschaft, Menschen und Geschichte.

Du...
- musstest erstmal stundenlang in deinem Terminkalender blättern um meiner Mutter damals als wir Kleinkinder waren beim Babysitten zu helfen, während sie mit 40 Grad Fieber im Bett lag
- hast dir bei meiner Jugendweihe mit der Entschuldigung "ja auf die anderen Enkel aufpassen zu müssen" nur den offiziellen Teil angeschaut.
- erziehst eine Frau die konsequent geliehene Bücher in die Badewanne schmeißt und regst dich darüber auf, dass ich dich dann bitte Leihgaben gut zu behandeln.
- telefonierst nicht einmal an Weihnachten mit mir, wenn ich 8000 km weit westlich bin
- erzählst Leuten, die ich nur vom Hörensagen kenne, die aber angeblich meine Verwandten sind von meinen tollen Abiergebnissen und was ich nicht sonst noch alles mache. In all den Jahren haben wir uns ja dank 3 bis 4 Mal Treffen im Jahr richtig gut kennengelernt und du hast mich dank dieser Treffen ja wirklich bei meinen Ergebnissen unterstützt.
- überweist mir Geld zur Jugendweihe. Mit den anderen Enkeln fährst du nach Disneyland Paris.
- wusstest nicht, dass mein größter Traum ein Trip nach Disneyland Paris war.
- bist um einiges anders als dein Mann, den ich schätze, ehre und mag.
- gibst mir bei jedem der seltenen Gespräche Hoffnung, dass wir uns doch wieder verstehen. Um sie dann durch ein Kommentar hintenrum zu zerstören.
... bist sowas von unreif.
Ich kann vergeben und lasse meine Wunden heilen. Es sei denn du schneidest sie regelmäßig auf.
...
VERDAMMT und ja ich rege mich auf!!! Wie unreif von mir, du hast Recht. Denn wenn "reif sein" das heißt was du darunter verstehst - dann bin ich es gerne NICHT.

An die betreffende Person: wenn du das liest, kannst du
a) mir deinen Standpunkt per Mail/Brief/Telefonat erklären (für letzteres bin ich auch gerne bereit, dich anzurufen) und endlich mal mit mir direkt reden
b) deinen Mann mir deinen Standpunkt erklären lassen
c) dich bei allen drüber aufregen und mir nichts sagen
d) dich bei niemandem aufregen, trotzdem bockig sein und mir nichts sagen.
Ich bevorzuge Variante a.

Montag, 26. Februar 2007

Müdigkeit...

Ich bin 19... ich habe keine Ahnung, was das heißt oder nicht bedeutet.

Arbeit - okay. Macht Spaß, bringt Geld, nicht mehr, nicht weniger.
One moment.
Deprimiert, scheiße, dreckig sind die Worte, mit denen ich gerade meine Stimmung umrahmen würde. Der nächste Kunde kommt zur Kasse.
One moment. One fake smile.
and you realise how your live has changed.
Noch nie hat mein falsches Lächeln so ehrlich ausgesehen, dass mein Gegenüber automatisch selbst ehrlich freundlich lächeln muss.
Ich bin verdammt gut geworden.
FUCK.

Party - Smalltalk. Mit Alkohol erträglich, macht keinen Spaß.
Und ich frage mich wie oft ich noch sagen werde dass ich aus Deutschland "south of Berlin" komme, weil niemand Leipzig kennt? Und nein, ich studiere hier nicht ich mache ein Working - Holiday - Programm, arbeite also nur. Und ja, ich habe gerade erst die Schule beendet. Nein, wirklich, ich bin erst 19! Haha, ja ich sehe wirklich älter aus, du bist nicht der Erste der mir das sagt. Ach, du bist also aus Ontario, wie hats dich denn nach Vancouver verschlagen....
KOTZ
Jetzt mal ganz im Ernst, können wir uns nicht einfach über das gute Essen, die Scheißmusik oder die besoffenen Freunde unterhalten? Von mir aus auch eine Diskussion über den Sinn des Lebens und warum Gandhi ihn suchte, aber bitte - ein Wettkampf in "Wie langweilig kann ich ein Gespräch gestalten?" reizt mich echt nicht.
...
Weiter:
Neben mir sitzt eine Freundin, die schon zu Beginn der Party rotzhacke ist. Andere gehen um sie herum und fragen sie, ob es ihr gut geht.
Nein, ich bin nicht mehr die Kleine, die deprimiert, besoffen und müde im Sessel hängt.
Nein, ich werde nur selten die sein, die besorgt den Kopf streichelt.
Und ich nehme dir garantiert nicht deine "Bacardi Breezer"-Flasche weg um deinen Alkoholkonsum zu zügeln.
irgendwie...
Alles schon gesehen, dieselbe Story auf Finnisch, Deutsch, Englisch.
Anstrengend ist allein Sex auf Englisch. Auch ne Feststellung wert, vielleicht eine der wichtigsten, die ich hier gerade mache.
Irgendwann bin ich wieder in Leipzig.
Ich träume von weniger Einsamkeit, dem Gefühl meinen Gegenüber zu kennen so wie es einmal war.
Kannst du dich erinnern, als das alles begann, als Frankreich und Parkhaus nur Worte waren?
Das war damals.. wir kannten uns,
wir waren eine Person, lebten miteinander, kein Tag ohne Stundengespräch, kein Wochenende ohne Party und der Talk früh um sieben am Handy.
Sunrise... foggy sky ... I´m glad to hear your voice.
Back. Flash... never ever gonna be the same.
Ich bin ernster, ich bin soviel scheißernster, ich hasse das was das Leben macht und hoffe auf die Freude, die wiederkommt.
Ihr werdet älter, wir haben jeder ein eigenes Leben.
Ich habe ganz kurz von außen gesehen, wieviel ihr mir wert wart - jetzt sind wir nicht mehr da.
Als Verbindung die Erinnerung... verblasst. Ein Strang reißt.
Die Wand rot angestrichen wird sie nie wieder so weiß wie damals.
Hoffnung auf neue Farben.. von irgendwo anders...
Gebt mir mein Lachen zurück.

Freitag, 23. Februar 2007

Eine Bekannte...

- hat ein schlechtes Gewissen, wenn sie eine Mandarine klaut und geht dann zurück, um sie zu bezahlen
- füllt den Tank grundsätzlich nie auf - dabei ist die Frage, wie man am nächsten Tag ohne Benzin von zu Hause bis zur Tankstelle kommen soll egal...
- trägt keine BHs, weil diese sie so einengen
- kauft aber drei Mal dasselbe Paar Jeans, weil das so toll ist
- kauft einem Heranwachsenden ab, dass er zum Zivildienst (!) in den Irak (!) geht
- schafft es irgendwie sich Sorgen um meinen Fahrstil zu machen, obwohl ich seit fast 6 Monaten nicht mehr selbst Auto gefahren bin
- würde beim zufälligen Verbrennen der Pink-Floyd-Plattensammlung meines Dads nur "ups" sagen und ihr Entschuldigungslächeln aufsetzen ... vielleicht noch das Entschuldigungsweinen
- schreibt IMMER viel zu lange Briefe
- betritt einen Raum und alle Männer ihres Alters sehen sie. Sie sagt, sie merke das nicht.
- ist natürlich leidenschaftliche Greenpeace und Frieden-auf-Erden-Kämpferin
- hört deshalb natürlich Reinhard Mey und fährt jeden Weg mit dem Fahrrad (vielleicht auch weil der Tank immer leer ist?)
- würde Mel Gibson/Robert Redford von der Stelle weg heiraten. Gerne auch eine Kombi aus beiden.
- sucht sich immer Männer mit diesem "Blitzen" in den Augen - auch wenn sie ihr nicht gut tun.
- weint bei "Teddybär eins vier"
- weiß oft genau was ich meine. Auch wenn ich das nicht wahrhaben will.
Wir sind kein Traumpaar, aber wenigstens sind wir wieder ein Paar. Danke für die Geduld, Mama.

Donnerstag, 22. Februar 2007

Ich liebe. Ein positiver Eintrag :)

manchmal so, manchmal so:
Ich liebe ein langes Frühstück im Schlafanzug und die Tatsache, dass es mich nicht stört wenn ich erstmal 2 Stunden nicht dusche.
Ich liebe meine Emotionen: Wutanfälle, Heulkrämpfe, Bauchschmerzen vor Lachen.
Ich liebe meinen Job und den Spaß den ich dabei habe.
Ich liebe gute lange Unterhaltung, 2 Pitcher Bier und Schwanken auf dem Nachhauseweg. Ein guter Abend.
Ich liebe meinen Soulbrother - wir bleiben.
Ich liebe sinnlose Aufräumanfälle nachts um 3.
Ich liebe das Gefühl, diesen Stein auf dieser Straße zu kennen.
Ich liebe mein automatisches Lächeln bei Sonnenschein.
Ich liebe meine Süchte - alle, Internet, Kaffee, Zigaretten, Alkohol, und noch viel mehr... sie sind ein Teil von mir.
Ich liebe den Schweiß, den Schmerz in den Füßen, das verflossene Make-Up und die kaputte Stimme nach Livekonzerten, ganz vorne, ganz eng, ganz laut, ganz lebendig.
trallalaa... *singend unter die Dusche springt*

Mittwoch, 21. Februar 2007

Licht aus. Tür zu. Nur du. - ein Dank.

Ich schließe alle anderen Tabs als ich begreife worum´s dir geht.
Meine Augen werden feucht. Ein bisschen. Aber eigentlich weine ich fast jeden Tag ohne Tränen.
Nein, hier ist es nicht warm. Meine Zigarette halte ich mittlerweile sehr sicher, ich kann wenn ich rauche in meiner Tasche kramen ohne dass sie mir aus der Hand fällt. Es macht mir Angst. Nicht die Sucht, sondern die Sicherheit. Sicherer, ernster bin ich geworden.
Noch nie habe ich so viele Tränen vergossen. Noch nie so wenig gelacht. Vieles ernst genommen, weniges emotional. Und du, du kämpfst den selben Kampf wie ich. Da ist es egal ob ich im Alltag Englisch spreche und du Deutsch. Auch du nimmst mittlerweile manches ernster als früher.
Du wirst erwachsener, die Menschen um dich herum werden es.
Trotzdem bleiben wir beide.
Du warst es den ich anrufen wollte, als es mir dreckig ging. Du bist der an den ich denke, wenn ich von Arbeit nach Hause gehe. Meine Gedanken sind nur halbfertig, die Dialoge nie gesprochen - die Lücken schmerzen.
Als ich Tomte hörte fragte ich mich welche meiner Freundschaften diese letzte große sein und bleiben würde. Mit dir habe ich nie gerechnet. Du bist es.
Du fehlst mir. Dich liebe ich.
Jetzt weine ich. Dreckshund, du!

Montag, 19. Februar 2007

mein Leben ist...

Mütze auf. Zigarette ist schon im Mund. Angezündet. Schirm aus Prinzip nicht.
Nasse Fleecejacke. Losgelaufen.
Meine Wege sind wieder klar. Meine Gedanken drehen sich nicht mehr im Kreis, nicht mehr um dich.
19 Jahre war das so, 6 glückliche Monate gegen Jahre der Freiheit. Freiheit verdreht sich in Einsamkeit. Alleinsein. Sehnsucht.
Wieder wache ich auf und kann selbst meinen Tag bestimmen. Wieder bin ich daran gewöhnt. Treffe eigene Entscheidungen.
Finde eigene Zweifel, Zweifel an mir selbst.
2 Träume: workaholic, ohne Geldsorgen, machen was ich will - gegen - caring mother, loving wife, happy family... können Träume miteinander gegeneinander kämpfen?
Runde eins geht an die Einsamkeit. Runde zwei hat gerade begonnen.

Donnerstag, 15. Februar 2007

Mein Papa hat mich lieb!

und unterstützt mich bei den wildesten Plänen:
"Hallo Revolutionärin,
der wichtigste Schritt zur Übernahme der Weltherrschaft ist getan!!! Dein Touristenvisa für Cuba ist da! Also wie geht's weiter: Direkt nach Landung in Havanna zu Fidel => Erklären das es für jede Aufgabe ein bestimmtes Alter gibt => Macht übernehmen (weil Du hast jetzt das Alter) => Waffenarsenale prüfen und alles Verschrotten => enormer Anstieg Deiner Popularität auf der weltweiten Beliebtheitsskala => Gastrede vor UNO => Forderung nach weltweit einheitlichen Wahlen (global gesehen) => Du wirst Sieger und hast endlich die Weltherrschaft!!!
Also so oder ähnlich, wenn er die Macht nicht abgeben will, kannst Du Ihn ja zwischenzeitlich von einer Starbuckskette auf Cuba überzeugen und erst mal ein bisschen Kohle verdienen!?
Textzeile: "Was nun wirklich falsch war und was nicht, weiß man manchmal erst nach hundert Jahren." (Das mit der Weltherrschaft ist definitiv richtig!!!)"

Und deshalb habe ich ihn lieb. Mama natürlich auch, aber die ist gerad im Urlaub. Schmatz also an den fleißigen Postvermittler und Verrücktenunterstützer.
finally... hopefully ... some sleep at last
tomorrow: meeting @ noon, closing ´til 12:45p.m.
try to chill and watch the moon talk to the stars... gn8

Dienstag, 13. Februar 2007

Flash on/off

Interesse... zuviel ... Desinteresse... zu wenig.
Du fühlst mir geht es schlecht, weil du in deiner eigenen Welt gerade keine Katastrophen hast.
Also bildest du dir ein, du könntest mich fühlen. Kannst du nicht. Trotz Liebe.
Du interessierst dich nicht für mich, weil du in deiner eigenen Welt sonst die Katastrophen siehst.
Die Katastrophen bildest du dir ein, da sind keine. Du hast alles richtig gemacht. Mit Liebe.
Ich bin 19... (shit, bin noch n Teenie) und hoffe, dass ich aus euren Fehlern gelernt habe wenn ich 40 bin und meine Kinder 20. Ich werde andere Fehler machen.
"Ich liebe euch, ihr seid 2 von Gottes besten Geschenken,
ich falt die Hände geh auf die Knie und bet für meine *Mütter*
ihr seid alles was ich bin und all das was mich geprägt hat."
Love.